Wir haben bisher nur von Zinsen gesprochen. Die Kurse von
börsennotierten Anleihen schwanken jedoch. Man müsste also eigentlich auch
Kursgewinne erzielen können. Richtig! Wer vor einigen Jahren eine Anleihe
mit 9% Zinsen gekauft hat, ist heute fein raus. Mittlerweile ist das
Zinsniveau niedriger, und die Anleihe ist teurer als ihr Nennwert.
Deutliche Kursgewinne erreicht man allerdings nur bei Anleihen mit langer
Laufzeit. Und wir wissen doch, dass man bei langfristiger Anlage mit
Aktien mehr verdient.
Allerdings gibt uns diese Frage Anlass, mal wieder einen Blick auf die
Weisen zu werfen. Sie basteln nämlich nicht nur Fonds für die
Aktienanlage. Nein, sie verkaufen uns auch Produkte, die so genannten
Rentenfonds, die lediglich Anleihen enthalten. "Wenn man diese
Anleihen aktiv handelt", so ihre Begründung, "kann
man auch schöne Kursgewinne erzielen". Dieser Plan ist ähnlich genial wie
die Konstruktion von Aktienfonds; denn unsere Profis können wieder
Ausgabeaufschläge und Gebühren kassieren. Die von der "Deutschen
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW)" herausgegebene Zeitung "Das
Wertpapier" untersucht in regelmäßigen Abständen die Wertentwicklung
(oder Performance) von Rentenfonds. Ratet
bitte, was dabei herauskommt! Jedes Mal schneiden ca. 80% aller deutschen
Rentenfonds schlechter ab als der (Trommelwirbel...) gebühren- und
spesenfreie Bundesschatzbrief.
Allerdings können wir es uns nicht verkneifen zu wiederholen, dass man
ab 100 EUR monatlich bei den Landeszentralbanken gebührenfrei Sparpläne für
Bundesschätzchen einrichten kann. Habt Ihr gemerkt, wie sehr uns dieses
Wort gefällt? Gebührenfrei! Wahrscheinlich ja, denn wir haben es möglichst oft
benutzt. Nur allzu gerne weisen Rentenfondsverkäufer darauf hin, dass man
schon mit kleinen monatlichen Beträgen festverzinslich Vermögen bilden
kann. Wir lächeln nun und denken uns unseren
Teil...